“Ich will eine gesunde Umwelt”, Frankfurt, 1992 (Für Tenzing Barshee, z.Zt. Frankfurt)







In Frankfurt gibt es seltsame Orte mitten in der Innenstadt, auch weil die Stadt so klein und gedrängt ist. Der Platz vor dem Kino Eldorado in der Schäfergasse, nur zwei Schritte von “Europa’s umsatzstärkstem Kilometer”, der Zeil; apropos der Karteikarten in den “Bürokästen auf der Zeil” zur Zeit des NS: “Und jetzt sind sie alle kaputt und du mußt Obacht geben, daß du nicht wieder gezwungen bist durch eine Straße zu gehen und das Gefühl zu haben links und rechts seien Karteikarten” (Hubert Fichte, DIE ZWEITE SCHULD). Wenige Schritte weiter, wenn man über die Konstablerwache der Fahrgasse Richtung Main folgt (und nicht in einem der Kaufhaus-Cafés, etwa im Kaufhaus Schneider, das in der Nacht zum 3. April 1968 ein bisschen brannte — also nicht in einem der Kaufhaus-Cafés haltmacht, die es heute nicht mehr gibt) und dann an der Ecke Töngesgasse nach links abbiegt und durch einen Resttorbogen der alten Stadtmauer (oder so) geht, dann gelangt man linker Hand zum Café Eckstein, das es nicht mehr gibt, das aber alle aus FASERLAND kennen. Man kann dort noch immer Joghurts aus seiner Barbour-Jacke löffeln. Nebenan war früher ein Friseur-Geschäft, das hervorragende US-amerikanische Färbeprodukte anwandte.

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