Lieber Tenzing Sonam Barshee (The Goodbyes series IV)



wir möchten Sie bitten, Ihren gerechten Zorn (und niemand verstünde Sie besser als wir) während Ihrer Reisen im tibetanischen Hochland auch weiterhin ausschliesslich gegen die Mönche der Gelbmützenschule (Gelupa) zu richten – die grossen, Yak (“Grunzochsen”) genannten Tiere aber zu schonen. Die International Union for the Conservation of Nature and Natural Resources führt, ähnlich dem amerikanischen Ministerium für Heimatschutz, ein alert level betreffs des Extinktionsrisikos (probability of forced Goodbyes) gefährdeter Spezies. Zwar gilt das Yak noch nicht als “critically endangered”, gleichwohl als “vulnerable” – man vermutet einen Rückgang um mindestens 20 Prozent in den letzten 20 Jahren (3 Yak-Generationen) und schätzt die Zahl der Yaks auf derzeit bereits weniger als 10000 (zum Vergleich: 15000 in 1995). Obzwar durch das von Ihnen beschriebene dichte zottige Fell gegen Kälte geschützt, wird den Yaks durch Jagd und die für ein buddhistisches Land ungestümen Rennen zugesetzt.

Wie Sie vielleicht ahnen, sind Abschiede, das Enden generell, uns nicht fremd – aber das Schmerzen bereitende, gewaltsame Auslöschen einer freundlichen Spezies erscheint allzu grob.

Wir wünschen eine weiterhin gute Reise,

SFD



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