Ursula’s Haferkeks

Vielleicht ist FVL ein Mensch, der sich absichtlich die Welt verklärt. Doch sie sieht das, was ihr gefällt.

Tal Steingarten schreibt mir aus Sylvenstein:

And it keeps coming till the day it stops

Schreibt FVL über Plum Sykes, so könnte manch einer denken, sie operiere im Geiste von SFD. Steht denn in der Blogroll nicht Social Rank (oder wie heisst das jetzt?)? Glauben wir denn nicht auch, dass “Mode und Konsum von einer Hedonistenbeschäftigung zu einem internationalen Code” geworden sind – “längst geworden sind”, hätten wir vielleicht borniert ergänzt.

Und es ist ja wahr: amüsiert beobachten die SFDler, wie FVL’s BUZ seit einigen Wochen das Feuilleton der FAS in Trümmer schiesst. Ist da noch was übrig? Kracht’s Briefe: “Wunderbarrr! Vielen Dank!” Partisan Goetz bestreicht derweil das Gelände vom MEL-Haus her. Jaulen markiert die Treffer. Der Untergefreite Staun versucht mit den bierseidligen Augen seines Chefs “ironisch-kritisch” das Mediengeschehen der Woche zu “reflektieren”, zu “pointieren”. Er versucht sich lange schon in der Geste des etablierten Hauptstadt-Feuilletonisten, der grossen Zeitung (“für Deutschland”? Nein, man trägt ja “post-kritisch”, “links-restig”, “krypto-punkisch”, i.e. ewig-milchbübisch), dessen, der lässig und verächtlich — bloss eben aus bierseidligen Augen — auf die Neureichen drüben in ihren weissen Büros schaut. Vielleicht fehlt ihm jemand zum Reden, aber der Kollege Niggemeier ist noch nicht mit allen Anstreichungen der heutigen BILD zu Ende; viel Arbeit das auch, muss ja gründlich gemacht werden, Tag um Tag. Und jetzt auch noch das: Tenzing schickt Staun eine SMS, er möge doch bitte mal Ulf’s dicken dummen Test-Merc abseifen, der Ulf sehe doch schon müde genug aus — da könne er ihm ja mal, “lieb kollegial”, helfen. Man täusche sich nicht: Tenzing kann ganz schön bissig sein. Und so vergeht eine weitere Woche, in der Harald Stauns Gütesehnsüchte ohne Erfüllung bleiben.

Die Farben dieses FVL-HTML‘s hat unser Intern direkt vom Video-Still abgenommen: die Buchstaben des Haupttextes sind sozusagen F(v)Leischfarben; der Titel von blassem Christie’s Rot (ihr Kostüm im Licht des Wasserburger, Nußdorfer?, Spätwinters); die Unterlegung der strapline der Reflex des girl with pearl earring‘s Ohrrings. Einmal aber wollte der Intern von Lena Mahr‘s Borrowed Light borgen – auch dieser Wunsch wurde nicht gewährt.

Wir sehen das, was uns gefällt.

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