Maxim Biller!

SFD reibt sich verwundert die multiplen Augenpaare und errichtet freudestrahlend einen neuen Strandkorb! Denn Maxim Biller lässt sich am Strand von Tel Aviv nieder! Währenddessen liest Lothar Müller Billers Kolumne “Hundert Zeilen Hass”  (Tempo-Jubiläumsnummer) und ärgert sich in der SZ-Rubrik  Meinung. Warum? Wer ist Lothar Müller? Ein Lohnschreiber aus Leidenschaft, ein Patriot aus Verlegenheit? Wo bleibt das Schnitzel für unseren Kultur-Müller an Tisch 3, höre ich jemand aufgeregt in die Küche des Borchardts rufen. An Tisch 5 wird getuschelt. Ich glaube es war Rainald G., der plötzlich sagte: “Dieser Müller scheint mir ein Riesenarschloch zu sein”

Biller: Ich, der immer ein guter Deutscher war, habe am Ende dieses deutschen Sommers beschlossen aus Deutschland wegzugehen.

Müller: Schon vor der Ausstrahlung des Films “Deutschland. Ein Sommermärchen” ist Biller die Fußball-WM aufs Gemüt geschlagen. Er hat sie als schlechte deutsche Revolution erlebt, in der die Fahnenschwinger sich damit brüsteten, wie großartig es sei, “ein entspannter Deutscher” zu sein. (…) Denn was ist der entspannte Deutsche?

Biller: Jemand, dem Hitler als Großvater nicht mehr peinlich ist.

Müller: Es ist der Blick des in Deutschland lebenden Juden, den Biller zu seinem Markenzeichen gemacht hat. Die gesamte jüdische Familie kommt so mit ins Spiel, und der – gern forcierte – jüdische Witz, der vor dem Holocaust genau so wenig halt macht wie vor dem Sex. Denn Biller schreibt immer nur über das Eine, aber das ist bei ihm doppelt: Sex und der gute Deutsche, von dem es nicht weit ist zum Holocaust.

Biller: Ich werde dorthin ziehen, wo Autobusse in die Luft fliegen und Katjuschas vom Himmel regnen.

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