BRUTUS on Scott

Das italienische und schwedische Fernsehen waren da; Saks hat seine Schaufenster auf der fünften Avenue freigeräumt; das Web 2.0 taggt “teal”; Condé Nast schickt die flinken Fregatten GQ und style.com (aber der Dampfer Vanity Fair, der alte Dreimaster New Yorker??!); Japan mit Cardigan und brute force in den Strassen von Manhattan – und die deutschen Medien??

Sie träumen am Kinodienstag von Anna Wintour’s grossen Brillen (oh Isabell, oh Johanna) – und wenn sie aufwachen, sehen sie den Teufel in Gestalt von Henryk Broder auf der Frieze Art Fair.
Okay, es gibt sie, die glückliche Ausnahme, wie das Sandkorn vom Strand, das man wider alle Wahrscheinlichkeit in der after hour auf dem Dach des grossen Hotels am Boden seines Wodkaglases findet – aber muß Scott denn erst Pressekonferenzen in Kölner Diskotheken geben bis die deutsche Redaktionskonferenz erwacht?

SFD ist empört und gibt die Hoffnung doch nicht auf: wir glauben an einen Februarsturm namens VANITY FAIR DEUTSCHLAND – und die tagline am Auge des Hurrikans kann nur lauten: Reconsidering Brown.
(“Reconsidering Brown”, und nicht “Flaneur 2.0”, “Social Vogue” oder “Fashion’s Private Eye”; in “Reconsidering Brown” steckt der ganze Scott: das Understatement und die Präzision; der Skrupel und die Obsession – sartoriale Idiosynkrasie, diesseits von Underground und Sell-out.)
Terry––

 

German editors-at-large, listen:
this is serious matter. . .

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